Klicktafel · Naturwissenschaften · Klasse 5–10

Warum schwimmt ein Schiff?

Ein Stahlwürfel geht unter, ein Containerschiff aus Stahl schwimmt. Die Klasse wirft Gegenstände ins Becken, misst verdrängtes Wasser, belädt ein Schiff bis zur Ladelinie und schickt es von der Nordsee in einen Fluss.

Einstieg

Stahl geht unter. Warum schwimmt dann dieses Schiff?

Containerschiff wird beladen

0

Container an Bord

Tiefgang

3,00 m

Der Stahlwürfel geht unter. Das Schiff ist auch aus Stahl, viel schwerer und voller Container. Warum schwimmt es?

Station 1 · Dichte

Schwimmt oder sinkt?

Auftrag: Stimmt erst ab: schwimmt es oder sinkt es? Dann antippen. Danach dasselbe im Salzwasser.

Station 2 · Verdrängung

27 g Aluminium: Kugel oder Boot?

Auftrag: Vermutet zuerst, wie viel Wasser überläuft. Dann prüft. Sucht das kleinste Boot, das noch schwimmt.

27 g Aluminium (10 cm³): als Kugel oder als Boot mit 2 cm hoher Wand.

Boden des Boots: 6,0 cm × 6,0 cm

Vermutet: Wie viel Gramm Wasser laufen in den Becher?

Station 3 · Ladelinie

Wie viele Container passen noch drauf?

Auftrag: Schätzt zuerst, wie viele Container das Schiff laden darf, bis die Ladelinie das Wasser berührt. Dann beladet es.

Modell in Kastenform: 200 m lang, 30 m breit, 18 m hoch. 1 Block = 100 Container.

Container (je 12 t)
0
Schiff leer
18 450 t
Ladung
0 t
Schiff mit Ladung
= verdrängtes Wasser
18 450 t
Tiefgang
3,00 m

Ladelinie über Wasser: darf auslaufen.

Station 4 · Salzwasser und Süßwasser

Von der Nordsee in den Fluss

Auftrag: Vermutet zuerst, was im Fluss passiert. Dann schaltet um und erklärt mit dem Wort Dichte.

Freibordmarke (Zeichnung): S Sommer · W Winter · T Tropen · F Frischwasser (Süßwasser) · TF Tropen-Frischwasser

Das beladene Schiff fährt in einen Fluss. Was passiert?

Tiefgang 11,00 m · 1 m³ Wasser wiegt 1,025 t

Abschluss

Check: vier Fragen

Auftrag: Entscheidet euch zuerst für eine Antwort und begründet sie. Dann auflösen.

1 · Ein Eiswürfel schwimmt im Wasser. Welcher Teil von ihm ist ungefähr unter Wasser?

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Hinweise für Lehrkräfte

Jahrgang und Zeit

Naturwissenschaften, etwa Klasse 5–10. Jede Station steht für sich; was nicht passt, wird übersprungen. Station 3 rechnet mit m³ und Tonnen.

45 Minuten: Einstieg, Station 1 und 2, Check.

90 Minuten: alle Stationen, dazwischen echte Versuche: Überlaufgefäß, Boote aus Alufolie oder Knete (Wettbewerb: Welches Boot trägt die meisten Münzen?), Kartoffel in Salzwasser.

Versuch: Kartoffel in Salzwasser

Eine rohe Kartoffel in ein Glas Leitungswasser legen: Sie sinkt. Dann in einem zweiten Gefäß 200 g Kochsalz in 1 Liter Wasser lösen (gut rühren, bis nichts mehr am Boden liegt) und die Kartoffel hineinlegen: Sie schwimmt.

Die Lösung hat eine Dichte von etwa 1,12 g pro cm³, Kartoffeln etwa 1,07–1,10. Sie ist rund fünfmal so salzig wie Meerwasser; in der Nordsee sinkt die Kartoffel also noch. Station 1 zeigt denselben Versuch mit dem Knopf „Salzwasser“.

Lernziele

  • Die Schülerinnen und Schüler sagen mit der Dichte voraus, ob ein Vollkörper schwimmt oder sinkt.
  • Sie erklären mit der Verdrängung, warum ein hohles Schiff aus Stahl schwimmt.
  • Sie formulieren das Gesetz des Archimedes in eigenen Worten.
  • Sie begründen, warum ein Schiff im Süßwasser tiefer eintaucht als im Salzwasser.

Typische Fehlvorstellungen

  • „Schwere Dinge sinken, leichte schwimmen.“ Richtig ist: Es kommt auf die Dichte an. Ein Schiff mit 67 650 t schwimmt, eine Schraube mit 10 g sinkt.
  • „Die Luft im Schiff zieht es nach oben.“ Richtig ist: Das Wasser drückt von unten. Die Luft sorgt nur dafür, dass das Schiff im Mittel wenig Masse pro Volumen hat.
  • „In tiefem Wasser schwimmt man besser.“ Richtig ist: Die Wassertiefe spielt keine Rolle, nur die Dichte des Wassers.
  • „Im Wasser wird ein Körper leichter.“ Richtig ist: Seine Masse bleibt gleich, das Wasser trägt einen Teil seines Gewichts.

Was vereinfacht ist

  • Die Seite rechnet mit „wiegt“ und Gramm. Genau genommen ist die Auftriebskraft gleich der Gewichtskraft der verdrängten Flüssigkeit.
  • Süßwasser: 1 g pro cm³ (bei 20 °C eigentlich 0,998). Meerwasser: 1,025, der Wert der Ladelinien-Regeln; die echte Nordsee schwankt mit Salzgehalt und Temperatur.
  • Dichten von Kork, Holz, Kerzenwachs und Kartoffel schwanken; die Seite zeigt Bereiche oder „etwa“.
  • Alu-Boot: Maße außen gemessen, Wandstärke vernachlässigt. Rechnerisch schwimmt es ab 3,7 cm Bodenseite; mit dem Regler (Schritte von 0,5 cm) ist 4,0 cm das kleinste schwimmende Boot.
  • Modellschiff: Kastenform, 12 t pro Container als runder Mittelwert.
  • Freibordmarke: Abstände von T, W und F zur Sommerlinie gerechnet (1/48 des Tiefgangs, Frischwasserabzug), Ring und Linien sonst schematisch. Welche Linie gilt, hängt von Seegebiet und Jahreszeit ab; die Seite nimmt Sommer an.
  • Die Kerze steht für Paraffin; Kerzen aus Stearin oder Bienenwachs sind etwas dichter, schwimmen aber auch.

An der Tafel

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