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Klicktafel · Lehrerfortbildung · Masterstudium Technik

Unterricht planen im Fach Technik

Vom Fachthema zum begründeten Unterrichtsentwurf, Feld für Feld an einem Beispiel durchgespielt. Angelehnt an die Lernlandkarte zur Praxisphase Technik, mit Kriterien als rotem Faden und der gängigen Literatur.

Einstieg

24 Ständer – und was wurde gelernt?

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Sechs Stunden Technik in Klasse 7: Alle bekommen dieselbe Bauzeichnung für einen Handyständer aus Kiefer. Es wird gesägt, gefeilt, geschliffen. Am Ende stehen 24 fast gleiche Ständer auf dem Tisch.

Die Mentorin fragt die Klasse: „Warum kippt euer Ständer nicht um?“ – Schweigen.

Was hat der Planung gefehlt?

Überblick · 3 Zonen, 13 Felder

Der Weg vom Thema zum Entwurf

Auftrag: Tippt die Felder an. Wo würdet ihr anfangen – und wohin müsst ihr später noch einmal zurück?

A · Fachlich klären

B · Didaktisch planen

C · Konkretisieren

Fachlich klären → didaktisch planen → konkretisieren und diskutieren.

Gelesen wird die Karte von A nach C. Geplant wird in Schleifen:

  • Die Lerngruppe (5) zwingt zu neuer Reduktion (4).
  • Das Verfahren (9) schärft das Thema (11).
  • Das Feedback im Rundgang (13) führt zurück in den Entwurf (12).

1 · Fachthema

Worum geht es fachlich? Funktion, Wirkprinzip, Aufbau.

2 · KC-Einordnung

Wo steht das Thema im Kerncurriculum und im schuleigenen Arbeitsplan? Welche Kompetenzbereiche?

3 · Fachliche Mindmap

Welches technische Wissen steckt im Thema? Habt ihr das Werkstück selbst gebaut (Probebau)?

4 · Fachdidaktische Reduktion

Was auswählen, was vereinfachen, was bleibt fachlich unverzichtbar? Welches Modell?

5 · Lerngruppe

Vorwissen, Präkonzepte, Werkstatterfahrung, Sicherheitseinweisung, Interessen, besondere Bedarfe, Raum.

6 · Einheit, mehrperspektivisch

Welche Perspektiven deckt die Einheit ab? Wie heißt ihre Leitfrage?

7 · Sequenz

Welche Stunde der Sequenz wird zum Entwurf – und was kommt davor und danach?

8 · Kompetenzorientierung

Wie läuft der Lernprozess? Welches Lernprodukt ist das Herzstück?

9 · Fachspezifisches Verfahren

Welches Verfahren passt? Braucht es einen Anforderungskatalog, also Kriterien?

10 · Material und Werkstatt

Welche Aufgaben und gestuften Hilfen? Was ist in der Werkstatt sicher?

11 · Thema und didaktisches Zentrum

Wie heißt das Thema als Frage? Was soll die Klasse am Ende erkannt haben?

12 · Unterrichtsentwurf

Wie verläuft die Stunde – sichtbar und in der Tiefe?

13 · Museumsrundgang

Trägt der Entwurf? Vorstellung mit Originalmaterial und Werkstück, dann Feedback.

Zone A · Feld 1 · Fachthema

Erst selbst verstehen

Funktion
Hält das Smartphone schräg, sodass man es lesen und bedienen kann – auch beim Tippen und mit Ladekabel.
Wirkprinzip
Standsicherheit (er kippt nicht) und Haftreibung (er rutscht nicht).
Aufbau
Grundplatte, Lehne, Auflage, Kabeldurchführung.

Probebau: Baut das Werkstück selbst, bevor ihr die Stunde plant. Nur so kennt ihr Zeitbedarf, Stolperstellen und Engpässe an Werkzeug und Maschinen.

✎ Zettel und Stift · jede und jeder für sich4 Minuten

Skizziert den Ständer mit Smartphone von der Seite. Markiert ungefähr den gemeinsamen Schwerpunkt und die Kanten, über die er kippen kann. In welche Richtung kippt er beim Tippen eher – und was hilft dagegen?

Für Schnelle: Nennt zwei Stellen, an denen eine siebte Klasse beim Fertigen voraussichtlich Probleme bekommt.

Zone A · Feld 2 · Curriculare Einordnung

Wo steht das Thema im Kerncurriculum?

Auftrag: Ordnet den Handyständer ein. Welcher Handlungsbereich, welches Themenfeld?

HB 1 · Arbeiten und ProduzierenSicheres Arbeiten mit Werkzeugen und Maschinen · Planen, Konstruieren und Herstellen · Technisches Zeichnen
HB 2 · Energie und TechnikEnergiewandlungssysteme · Antriebssysteme · Bauen und Wohnen
HB 3 · Information und KommunikationElektrische Stromkreise · Steuern und Regeln · Daten verarbeiten (fakultativ) · Computer automatisieren technische Prozesse
HB 4 · Natur und TechnikRegenerative Energien · Bionik

Drei Kompetenzbereiche – am Ständer

Fachwissen
erklären, wann ein Ständer kippt
Erkenntnis­gewinnung
Modelle systematisch auf Kippen testen
Beurteilung/ Bewertung
Lösungen an vereinbarten Kriterien beurteilen

Fachwissen ist inhaltsbezogen, die beiden anderen sind prozessbezogen.

Kerncurriculum für die Oberschule, Technik (Niedersachsen 2012), konzipiert für die Schuljahrgänge 7–10. Stand der Angabe: Oktober 2026.

Zone A · Feld 3 · Fachliche Mindmap

Welches Wissen steckt im Ständer?

Auftrag: Ordnet jede Aussage einer Wissensart zu. Erst entscheiden, dann tippen.

Mit der Feinsäge entlang des Risses sägen, ohne dass der Schnitt verläuft.

In Hartholz vor dem Schrauben vorbohren, sonst reißt es.

Ein Körper kippt, sobald das Lot durch seinen Schwerpunkt außerhalb der Standfläche liegt.

Ständer, Smartphone, Ladekabel, Schreibtisch und die tippende Hand wirken zusammen.

Standsicherheit KönnenRegelwissenGesetzeswissenSystemwissen

Die Lernlandkarte fasst Ropohls fünf Wissenstypen zu vier zusammen: funktionale und strukturale Regeln werden zu „Regelwissen“.

Planungsfrage: Welche Wissensart soll in eurer Stunde wachsen? Wird nur gesägt, wächst vor allem Können – das kann gewollt sein, sollte aber entschieden sein.

Ropohl 1997, Knowledge Types in Technology

Zone A · Feld 4 · Fachdidaktische Reduktion

Vereinfachen, ohne falsch zu werden

Auftrag: Drei Vereinfachungen für Klasse 7. Welche ist fachlich nicht haltbar?

Exemplarisch: Am Ständer lernt die Klasse ein Prinzip, das auch für Leiter, Regal und Kran gilt (Klafki: exemplarische Bedeutung).

Welches Modell?

Funktions­modell
zeigt, wie etwas wirkt: Pappständer mit verstellbarer Lehne
Anschauungs­modell
zeigt Aufbau und Gestalt: Explosionszeichnung, Schnittmodell
Prototyp
erstes funktionsfähiges Stück zum Testen: euer Probebau

Zone B · Feld 5 · Lerngruppe und Lernvoraussetzungen

Was bringt die Klasse mit?

Auftrag: Hakt ab, was ihr über eure Lerngruppe sicher wisst. Was offen bleibt, wird erhoben, nicht vermutet.

Präkonzepte erheben: Vorab-Skizze „Zeichne einen Ständer, der beim Tippen nicht kippt, und begründe in einem Satz.“ Mögliche Antworten:

Trifft einen Teil: Gewicht hilft gegen Antippen. Übersieht den Schwerpunkt.

Verwechselt Festigkeit (bricht nicht) mit Standsicherheit (kippt nicht).

Gestaltung ist ein Kriterium – aber nicht das einzige.

Zone B · Feld 6 · Mehrperspektivischer Ansatz

Eine Einheit, vier Perspektiven

Auftrag: Zu welcher Perspektive gehört jede Aktivität? Tippt die Perspektive an.

Einen Ständer nach eigener Anforderungsliste konstruieren und herstellen

An Pappmodellen untersuchen, wann ein Ständer kippt

Wer stellt Möbel und Halterungen beruflich her? Tischlerin, Holzmechaniker

Holz, Kunststoff oder 3D-Druck? Folgen und Alternativen abwägen

HandelnKenntnisseOrientierungBewertung Leitfrage der Einheit Ständer, der nicht kippt?

Leitfrage: Wie baut man einen Ständer, der beim Tippen nicht kippt?

Vier Zielperspektiven des mehrperspektivischen Technikunterrichts nach Sachs 2001

Zone B · Feld 7 · Unterrichtssequenz

Welche Stunde wird zum Entwurf?

Auftrag: Wählt eine Stunde. Was muss vorher passiert sein, was kommt danach – und taugt sie für den Entwurf?

Eine Entwurfsstunde ist kein Einzelstück: Sie baut auf der vorigen Stunde auf und bereitet die nächste vor. Gut planbar sind Stunden, in denen die Klasse etwas Technisches erkennt oder entscheidet.

Verfahren
Technisches Experiment mit Pappmodellen
Vorher
Einstieg in die Einheit, Leitfrage steht
Danach
Aus dem Kipp-Prinzip werden Kriterien (Stunde 2)
Für den Entwurf
gut geeignet: klare Erkenntnis, gut beobachtbar
Verfahren
Konstruktionsaufgabe, Phase „Anforderungen festlegen“
Vorher
Kipp-Prinzip ist bekannt (Stunde 1)
Danach
Entwürfe werden an der Anforderungsliste geprüft
Für den Entwurf
gut geeignet: Kriterien aushandeln, gewichten, prüfbar machen
Verfahren
Konstruktionsaufgabe: Skizzen und Funktionsmodelle
Vorher
Anforderungsliste steht
Danach
Der beste Entwurf jeder Gruppe wird gefertigt
Für den Entwurf
geeignet, wenn die Prüfung der Entwürfe an den Kriterien eingeplant ist
Verfahren
Herstellungsaufgabe: Arbeitsplan, Fertigung
Vorher
Entwürfe stehen, Maschineneinweisung ist erfolgt
Danach
Test an den Kriterien
Für den Entwurf
anspruchsvoll: viel Sichtstruktur, das Erkenntnisziel muss eigens geplant werden
Verfahren
Prüfen an der Anforderungsliste, Technische Bewertung
Vorher
Ständer sind fertig
Danach
Transfer, Abschluss der Einheit
Für den Entwurf
gut geeignet: Kriterien schließen den Kreis

Zone B · Feld 8 · Kompetenzorientierung

Den Lernprozess planen: sechs Schritte

Auftrag: Tippt die Schritte an. Wo entsteht in Stunde 1 das Lernprodukt?

Herzstück

Das Modell ordnet den Lernprozess, nicht die Sozialformen. Schritt 3 heißt bei Leisen ausführlich: Lernprodukt erstellen, Lernmaterial bearbeiten und Informationen auswerten.

Stunde 1: Ein Ständer kippt beim Tippen um, ein anderer nicht. Warum?

Stunde 1: Vermutungen notieren: Gewicht? Winkel der Lehne? Größe der Grundplatte?

Stunde 1: Pappmodelle mit verstellbarer Lehne testen. Lernprodukt: Skizze mit Schwerpunkt, Lot und Kippkante, dazu eine kleine Messtabelle.

Stunde 1: Skizzen vergleichen: Welche Erklärung passt zu allen Messungen?

Stunde 1: Gemeinsam festhalten: Kippen hängt von Schwerpunkt und Kippkante ab.

Stunde 1: Warum hat ein Kran ein Gegengewicht? Warum steht eine Leiter breit?

Herzstück 3 + 4: Welches Lernprodukt entsteht?

Inhalt×Handeln×Anforderungssituation×Lernprodukt

Es knüpft an das Vorwissen an und trägt Diskussion und Transfer.

Leisen 2010, Lernprozesse mithilfe von Lernaufgaben strukturieren

Zone B · Feld 9 · Fachspezifisches Verfahren

Welches Verfahren passt?

Auftrag: Wählt ein Verfahren. Achtet auf die Zeile „Kriterien“: Woran wird das Ergebnis gemessen?

Die ersten sechs Verfahren beschreibt das KC Technik (2012, S. 9 f.), Lehrgang und Projekt ergänzt die Lernlandkarte. Jedes Verfahren bringt eigene Kriterien mit – die Frage „Anforderungskatalog nötig?“ gehört deshalb zur Wahl des Verfahrens.

Kurz
Die Klasse erfindet und entwirft selbst eine Lösung für ein technisches Problem, mit hoher Selbstständigkeit.
Ablauf
Problem klären → Anforderungen festlegen → entwerfen (Skizze, Modell, CAD) → bauen → testen → bewerten
Kriterien
werden gemeinsam zu Beginn aufgestellt; das Ergebnis wird daran bewertet (KC S. 9). Anforderungskatalog: ja.
Ständer
Stunden 2 und 3
Kurz
Ein Produkt wird nach vorgegebenem Entwurf gefertigt.
Ablauf
planen → organisieren → durchführen → abschließend bewerten
Kriterien
Qualitätsmerkmale der Fertigung, vorher bekannt: Maßhaltigkeit, saubere Kanten und Oberflächen, Funktion.
Ständer
Stunde 4. Der Einstiegsfall war eine Herstellungsaufgabe ohne Erkenntnisziel.
Kurz
Eine technische Frage wird empirisch geklärt.
Ablauf
Frage → Vermutung → Versuch planen → unter gleichen Bedingungen durchführen → beobachten und messen → Ergebnis beschreiben
Kriterien
klare Messgröße und fairer Vergleich: nur eine Größe ändern (z. B. Lehnenwinkel), alles andere gleich lassen.
Ständer
Stunde 1
Kurz
Ein vorhandener Gegenstand wird systematisch untersucht: Teile, Wirkungsweise, Funktion im größeren System.
Kriterien
Leitfragen der Analyse festlegen: Aufbau, Wirkungsweise, Werkstoffe, Funktion im System.
Ständer
Gekaufte Ständer untersuchen: Wie lösen sie das Kippproblem?
Kurz
Planvolle Untersuchung an einem außerschulischen Lernort.
Ablauf
beobachten → beschreiben → zuordnen → auswerten → reflektieren
Kriterien
Beobachtungsaufträge vorher festlegen.
Ständer
Erkundung einer Tischlerei: Wie wird dort in Serie gefertigt?
Kurz
Technische Sachverhalte und ihre Folgen werden beurteilt.
Kriterien
ethisch, gesellschaftlich, ökologisch, naturwissenschaftlich; sie können unterschiedlich gewichtet sein (KC S. 10). Systematisch: Werte der VDI 3780 wie Funktionsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Gesundheit, Umweltqualität.
Ständer
Holz, Kunststoff oder 3D-Druck?
Kurz
Fertigkeiten und Kenntnisse werden angeleitet und schrittweise aufgebaut, die Lehrkraft gibt die Schritte vor.
Kriterien
Qualitätsmerkmale der Übungsstücke und Sicherheitsregeln.
Ständer
Sägelehrgang oder Einweisung an der Ständerbohrmaschine vor Stunde 4
Kurz
Ein größeres Vorhaben, das die Klasse weitgehend selbst plant, durchführt und auswertet.
Kriterien
ergeben sich aus dem Projektziel und werden von der Klasse mitbestimmt.
Ständer
Tablet-Halterungen für den eigenen Klassenraum entwickeln

Zone B · Feld 9 vertieft · Kriterien

Woran erkennt man eine gute Lösung?

✋ Ausprobieren · im Seminarraum15 Minuten

Material
je Gruppe ein Blatt A4 und ein Smartphone
Rollen
Dreiergruppen; eine Person moderiert die Auswertung
  1. Vermutet: Werdet ihr euch schnell einigen, welcher Ständer der beste ist?
  2. Baut in 6 Minuten aus dem Blatt einen Ständer, nur falten und reißen. Weitere Vorgaben gibt es nicht.
  3. Stellt alle Ständer auf einen Tisch. Kürt den besten und begründet.
  4. Die Moderation notiert jede Begründung.

Auswertung: Warum war die Einigung so schwer?

Problem→Kriterien vereinbaren→Lösungen entwickeln→an Kriterien testen→begründet bewerten

Prüfbar formulieren: nicht „steht sicher“, sondern „kippt nicht, wenn man oben mit einem Finger antippt“.

Zone B · Feld 9 vertieft · Anforderungsliste nach Pahl/Beitz

Muss, mindestens, wünschenswert

Festforderung: muss erfüllt sein, sonst scheidet die Lösung aus – „kippt nicht, wenn man oben antippt“

Mindestforderung: wenigstens so viel, mehr ist besser – „nimmt Geräte bis mindestens 12 mm Dicke auf“

Wunsch: schön, wenn es ohne großen Aufwand klappt – „Ladekabel lässt sich durchführen“

✎ Zettel und Stift · jede und jeder für sich6 Minuten · ohne Taschenrechner

Drei Ständer wurden mit 1 bis 4 Punkten bewertet. Berechnet für jeden die gewichtete Punktzahl. Welcher Ständer gewinnt?

Stand­sicherheit 50 %Ablese­winkel 30 %Material 20 %Antipp-Test
A421steht
B333steht
C244kippt

Für Schnelle: Ab welchem Anteil der Standsicherheit gewinnt A gegen B, wenn sich Winkel und Material den Rest gleich teilen?

Zone B · Feld 10 · Arbeitsmaterial und Werkstatt

Gestufte Hilfen, sichere Werkstatt

Auftrag: Öffnet die Hilfen nacheinander. Ab welcher Hilfe ist die Aufgabe kein Denken mehr, sondern Abarbeiten?

AufgabeInformationVisualisierungDifferenzierungWortspeicher

Aufgabe: Dein Ständer kippt beim Tippen nach hinten. Ändere ihn so, dass er stehen bleibt.

Wo liegt ungefähr der gemeinsame Schwerpunkt von Ständer und Smartphone?

Zeichne das Lot vom Schwerpunkt nach unten. Wie weit ist es von der hinteren Kante entfernt?

Je näher das Lot an der hinteren Kante liegt, desto leichter kippt er. Verlängere die Standfläche nach hinten oder stelle die Lehne steiler.

Wortspeicher: Schwerpunkt · Lot · Standfläche · Kippkante

Werkstatt und Sicherheit – was ist für eure Stunde geklärt?

Rahmen: die in Niedersachsen geltenden Sicherheitsvorgaben; Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU) der KMK. Stand der Angabe: Oktober 2026.

Zone C · Feld 11 · Thema und didaktisches Zentrum

Thema als Frage, Ziel in einem Satz

Auftrag: Welche Formulierung trägt als didaktisches Zentrum für Stunde 1? Erst entscheiden, dann auflösen.

Satzrahmen der Lernlandkarte

Die SuS erweitern ihre Kompetenz …,
indem sie …,
und so erkennen, dass …

Kriterien für das Zentrum:

  • Ist das Thema eine echte Frage?
  • Passt das Handeln zum Kompetenzbereich?
  • Ist die Erkenntnis fachlich richtig und am Ende überprüfbar?

Zone C · Feld 12 · Unterrichtsentwurf

Was man sieht – und was im Kopf passiert

Auftrag: Schaltet um. In welchen Phasen denkt die Klasse wirklich nach?

Problematisierung

Plenum, Demonstration: ein Ständer kippt

Widerspruch erleben, Vermutungen bilden

Erarbeitung

Gruppenarbeit an Pappmodellen

Eine Größe ändern, Ergebnis begründen: kognitive Aktivierung

Präsentation

Gruppen zeigen ihre Skizzen

Erklärungen vergleichen: Welche passt zu allen Messungen?

Reflexion

Unterrichtsgespräch

Eigene Vermutung mit dem Ergebnis abgleichen

Sicherung

Merksatz und Skizze ins Heft

Prinzip in eigenen Worten, Transfer auf Kran und Leiter

Aufräumen

Modelle und Werkzeug zurück

Zeit eingeplant, Zuständigkeiten klar: Klassenführung

Drei Basisdimensionen der Tiefenstruktur

Klassenführungkognitive Aktivierungkonstruktive Unterstützung

Kunter/Trautwein 2013, Psychologie des Unterrichts

Der Entwurf enthält

Ziele · Verlauf · Material · Begründungen · Musterlösungen · Sicherheitshinweise

Zone C · Feld 13 · Museumsrundgang

Trägt der Entwurf?

Auftrag: Bewertet einen Entwurf aus dem Rundgang. Tippt pro Zeile eine Stufe an – daraus entsteht das Feedback.

angelegttragfähigüberzeugend
Didaktisches Zentrum
Verfahren und Kriterien
Material und Hilfen
Werkstatt und Sicherheit

+ Das trägt schon

  • noch nichts ausgewählt

→ Nächster Schritt

  • noch nichts ausgewählt

Ausgestellt wird mit Originalmaterial und dem Werkstück aus dem Probebau.

Zum Weiterlesen

Was lese ich wofür?

Auftrag: Wählt einen Bereich. Welcher Titel hilft bei eurem nächsten Feld der Lernlandkarte?

  • Klafki, W. (1958): Didaktische Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung. Die Deutsche Schule 50.Felder 1, 4, 11: Gegenwarts-, Zukunfts- und exemplarische Bedeutung, Struktur des Inhalts, Zugänglichkeit
  • Meyer, H. (2004): Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelsen Scriptor.Feld 12: zehn Merkmale guten Unterrichts als Prüfraster für den Entwurf
  • Kunter, M.; Trautwein, U. (2013): Psychologie des Unterrichts. Paderborn: Schöningh.Feld 12: Sicht- und Tiefenstrukturen, drei Basisdimensionen
  • Henseler, K.; Höpken, G. (1996): Methodik des Technikunterrichts. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.Feld 9: technikspezifische Unterrichtsverfahren
  • Hüttner, A. (2009): Technik unterrichten. 3. Aufl. Haan-Gruiten: Europa-Lehrmittel.Felder 9, 10: Methoden und Unterrichtsverfahren
  • Schmayl, W.; Wilkening, F. (1995): Technikunterricht. 2. Aufl. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. frei als PDF bei der DGTBGrundlagen des Faches, mehrperspektivischer Ansatz
  • Sachs, B. (2001): Technikunterricht: Bedingungen und Perspektiven. tu – Zeitschrift für Technik im Unterricht 26, Heft 100, S. 5–12.Feld 6: vier Zielperspektiven des mehrperspektivischen Technikunterrichts
  • Schmayl, W. (2013): Didaktik allgemeinbildenden Technikunterrichts. 2. Aufl. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.Grundlagen der Technikdidaktik
  • Geißel, B.; Gschwendtner, T. (Hg.) (2018): Wirksamer Technikunterricht. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.Feld 12: Unterrichtsqualität im Fach Technik
  • Niedersächsisches Kultusministerium (2012): Kerncurriculum für die Oberschule, Technik. Hannover. bei NiBiSFeld 2: Handlungsbereiche, Themenfelder, Kompetenzbereiche; Feld 9: Verfahren
  • VDI (2007): Bildungsstandards Technik für den Mittleren Schulabschluss. Düsseldorf: VDI.Feld 2: bundesweiter Bezugsrahmen
  • Leisen, J. (2010): Lernprozesse mithilfe von Lernaufgaben strukturieren. Naturwissenschaften im Unterricht Physik 117/118, S. 9–13.Feld 8: Lehr-Lern-Modell in sechs Schritten
  • Kerncurriculum Technik (2012), S. 9 f.Kriterien zu Beginn gemeinsam aufstellen, unterschiedlich gewichten
  • Feldhusen, J.; Grote, K.-H. (Hg.) (2013): Pahl/Beitz Konstruktionslehre. 8. Aufl. Berlin: Springer Vieweg.Anforderungsliste: Fest- und Mindestforderungen, Wünsche
  • VDI 3780 (2000): Technikbewertung – Begriffe und Grundlagen. Düsseldorf: VDI.Technische Bewertung: Werte wie Funktionsfähigkeit, Sicherheit, Umweltqualität
  • Ropohl, G. (1997): Knowledge Types in Technology. International Journal of Technology and Design Education 7, S. 65–72.Feld 3: fünf Typen technischen Wissens
  • KMK: Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU), Beschluss vom 09.09.1994 in der jeweils geltenden Fassung. bei der KMKFeld 10: Sicherheit, mit ergänzenden Vorgaben für Technik

Abschluss

Check: Was trägt eine Planung?

Auftrag: Entscheidet euch zuerst, dann auflösen.

Wann werden die Kriterien bei einer Konstruktionsaufgabe festgelegt?

Woran erkennt man, dass eine Stunde in der Tiefenstruktur trägt?

Hinweise für Lehrende

Zielgruppe und Einsatz

Masterstudierende im Lehramt Technik in der Praxisphase, z. B. im Begleitseminar. Die Tafeln folgen den 13 Feldern der Lernlandkarte Unterrichtsplanung; welche davon im Seminar drankommen, entscheidet die Seminarleitung. Ausprobieren: rund 15 Minuten; Stiftaufgaben: 4 und 6 Minuten.

Lernziele

  • Die Studierenden planen eine Technikstunde vom Fachthema bis zum Entwurf und begründen jeden Schritt.
  • Sie unterscheiden Sicht- und Tiefenstruktur und planen ein Erkenntnisziel, nicht nur eine Tätigkeit.
  • Sie wählen ein technikspezifisches Verfahren und vereinbaren Kriterien zu Beginn, prüfbar und gewichtet.

Typische Fehlvorstellungen

  • „Planen heißt Verlaufsplan schreiben.“ Der Verlaufsplan steht am Ende (Feld 12).
  • „Wer beschäftigt ist, lernt.“ Beschäftigung ist Sichtstruktur.
  • „Kriterien sind der Notenschlüssel am Schluss.“ Sie leiten Konstruktion und Bewertung von Anfang an.
  • „Gewicht macht standsicher.“ Entscheidend ist die Lage des Schwerpunkts zur Kippkante.

Ausprobieren (Kriterien)

Material: je Dreiergruppe ein Blatt A4 und ein eigenes Smartphone. Ein Smartphone kann beim Test vom Tisch fallen: auf dem Tisch testen, nicht in der Hand. Die Moderation notiert alle Begründungen; daraus wird in der Auswertung die Kriterienliste.

Beispiel und Bezug

Durchgehendes Beispiel: Handyständer in Klasse 7 (Handlungsbereich 1 des KC Technik). Die Lernlandkarte und ihr Glossar zum Unterrichtsentwurf gehören zum Begleitseminar Praxisphase Technik (GHR 300, Universität Oldenburg).

An der Tafel

Adresse mit #tafel startet den Tafelmodus, #tafel-3 die dritte Tafel. → / Bild↓ weiter, ← / Bild↑ zurück, Esc beendet. Auf der Übersichtstafel führen die Felder mit „Zur Tafel“ direkt zur passenden Station.