Einstieg
Sieben Treffer in Folge
Nachgestellt, keine echten Daten: Ein Roboter wirft Stoffsäckchen auf ein schräges Brett mit Loch. Das Spiel heißt Cornhole und kommt aus den USA.
Treffer in Folge 0
Googles KI-Modell Gemini 4 Argon bringt einem Roboter Cornhole bei. Er trifft siebenmal hintereinander. Wie viele Würfe hat er insgesamt gemacht?
Das wissen wir nicht. Google hat die Gesamtzahl nicht veröffentlicht. Im Video sieht man: Der erste Wurf geht daneben, danach kommen sieben Treffer. Es waren also mindestens 8 Würfe.
Wie lernt ein Roboter so einen Wurf überhaupt?
Station 1 · Die Meldung
Was steht da eigentlich?
Auftrag: Lest die Schlagzeile. Welche Wörter machen euch stutzig? Tippt sie an und vergleicht mit dem, was Google selbst beschreibt.
So klingt die Kurzfassung in Kurzvideos, sinngemäß, Oktober 2026. Beispiel: Kurzvideo von IE Explains (öffnet YouTube).
Cornhole bei – Danach trifft er
Noch nichts angetippt.
Station 2 · Der Lernweg
Vom Video zum Treffer
Auftrag: Bringt die sechs Schritte in die richtige Reihenfolge. Tippt sie nacheinander an: zuerst Schritt 1. Dann prüfen.
Station 3 · Simulation
Werfen im Computer
Auftrag: Stellt Winkel und Tempo ein und werft, bis das Säckchen im Loch landet. Wie viele Versuche braucht ihr?
Noch kein Wurf.
Station 4 · echte Welt
Und jetzt in echt
Auftrag: Übernehmt eure Treffer-Werte aus der Simulation. Trifft der „echte“ Roboter? Justiert nach, bis er trifft, und zählt die echten Würfe.
Noch kein Wurf.
Station 5 · Meldung prüfen
Was wissen wir wirklich?
Auftrag: Entscheidet für jede Aussage: Steht in Googles Bericht, wissen wir nicht, oder stimmt so nicht? Erst abstimmen, dann aufdecken.
Steht in Googles Bericht. Es ist Googles eigene Angabe.
Wissen wir nicht. Google hat die Zahl nicht veröffentlicht.
Steht in Googles Bericht. Den Auftrag dazu gaben Forschende.
Wissen wir nicht. Genaue Angaben hat Google nicht veröffentlicht.
Stimmt so nicht. Er übte in der Simulation und wurde am echten Roboter nachjustiert.
Vier Prüffragen für jede Erfolgsmeldung
- Wer berichtet? Hier: Google über das eigene Produkt.
- Wovon ist die Rede? Von einem Versuch im eigenen Labor.
- Was fehlt zum Vergleich? Alle Versuche, nicht nur die beste Serie.
- Hat jemand anderes nachgeprüft? Wenn nicht: vorsichtig formulieren.
Abschluss
Check
Auftrag: Entscheidet euch bei jeder Frage zuerst, dann auflösen.
Warum übt Argon zuerst in der Simulation?
Im Computer lassen sich viele Würfe schnell ausprobieren. Ganz genau ist die Simulation nie, darum wird am echten Roboter nachjustiert.
Was sagt „7 Treffer in Folge“?
Eine Serie ist keine Trefferquote. Dafür bräuchte man die Zahl aller Würfe.
Google meldet auch: Argon schafft 87 % in ERQA, einem Test zum räumlichen Denken. Was heißt das?
ERQA ist ein Fragentest mit Bildern und Text. Er misst nicht, wie oft ein echter Roboter eine Aufgabe schafft.