Einstieg
Wie viele Fragen braucht man?
Auftrag: Seht zu, wie die Figuren weniger werden. Schätzt dann jede und jeder für sich: Wie viele Fragen braucht man mindestens?
Jede Ja-Nein-Frage teilt die Figuren in zwei gleich große Hälften (läuft von selbst)
Im Spiel gibt es 0 Figuren. Jede Frage halbiert die übrigen genau. Wie viele Fragen braucht man mindestens, um jede Figur sicher zu finden?
7 Fragen reichen, denn 2⁷ = 128 ist mehr als 0. 6 Fragen reichen nicht: 2⁶ = 64.
Aber echte Fragen halbieren fast nie genau. Welche Frage ist gerade die beste? Das probiert ihr jetzt aus.
Station 1 · Spielen
Sucht euch heimlich eine Figur aus
Auftrag: Eine Person sucht sich still eine Figur aus und schreibt sie verdeckt auf einen Zettel. Nicht antippen! Dann startet die Fragerunde.
Station 2 · Spielen
Der AIMOkinator fragt
Auftrag: Beantwortet die Fragen ehrlich. Beobachtet rechts: Wie verändern sich die Prozente nach jeder Antwort?
Erst eine Figur aussuchen (Station 1).
Frage 1
…
Diese Frage zieht die noch wahrscheinlichen Figuren am stärksten auseinander. Das misst der Informationsgewinn (Station 4).
Mein Tipp
Treffer
Keine eindeutige Lösung
Ich bin nicht sicher.
Die Merkmale reichen nicht, um die letzten Figuren zu trennen. Eine lernende Version würde jetzt fragen, wer es war, und sich das merken.
Was das Programm gerade „glaubt“
Station 3 · Wie es rechnet
Jede Antwort verschiebt die Wahrscheinlichkeiten
Auftrag: Nur vier Figuren im Spiel. Sagt vorher: Wie ändern sich die Balken, wenn die Antwort „Ja“ ist? Tippt dann die Antworten an und prüft.
So rechnet es: Passt eine Antwort zu einer Figur, wird ihr Gewicht fast nicht verkleinert (× 0,97). Passt sie nicht, schrumpft es stark (× 0,07). Danach werden alle Gewichte wieder auf 100 % umgerechnet. Keine Figur fällt ganz heraus, denn Menschen irren sich manchmal.
Station 4 · Wie es auswählt
Welche Frage ist am Anfang die beste?
Auftrag: Alle 0 Figuren sind noch im Spiel. Ordnet die vier Fragen: Welche bringt am meisten Information? Begründet mit den Anteilen. Dann aufdecken.
Gemessen wird in Bit. 1 Bit ist die Information einer Frage, die die Figuren genau halbiert. Je näher der Anteil der Ja-Figuren an 50 % liegt, desto mehr bringt die Frage. Eine Frage, auf die fast alle mit Nein antworten, bringt fast nichts. Weil das Programm einkalkuliert, dass Antworten falsch sein können, bringt selbst die 50-%-Frage hier etwas weniger als 1 Bit.
Abschluss
Check: Ist das KI?
Auftrag: Entscheidet euch bei beiden Fragen zuerst, dann auflösen.
Warum fragt der AIMOkinator am Anfang nicht „Ist die Person Torwart?“
Nur eine Figur ist Torwart. Bei „Nein“ (fast immer) bleibt fast alles übrig. Der Informationsgewinn ist winzig. Später, wenn nur noch Fußballer übrig sind, kann dieselbe Frage sehr gut sein.
Lernt der AIMOkinator beim Spielen dazu?
Er rechnet geschickt mit Wahrscheinlichkeiten, lernt aber nichts dazu und speichert nichts. Ein lernendes System würde nach jeder Runde seine Merkmale aus den Antworten der Spieler verbessern.